Forellen ober- und unterhalb KW Wiblingen
Jedes Jahr erleben wir das Gleiche. Sobald die Forellensaison eröffnet wird, stehen oder sitzen die Angler wie die Hühner auf der Stange um das Kraftwerk herum. Innerhalb von ein paar Wochen werden dann beinahe alle Forellen gefangen. Das restliche Jahr herrscht hier eine wahre Forellenflaute. Wieso ist es nicht möglich, dass Forellen zwei oder dreimal jährlich eingesetzt werden um den Mitgliedern des Fischereivereins Ulm eine ganzjährige Fangmöglichkeit zu bieten? An Mangel von hilfsbereiten Mitgliedern kann es ja nicht liegen. Über eine Äußerung hierzu würden wir uns sehr freuen.
Tags: Fischereiverein Ulm/Neu-Ulm, Forellen, Kraftwerk Wiblingen

Am 14. September 2008 um 19:23 Uhr
Naja, das Abfischen der Zuchtanlagen ist mit einem ziemlich großem Aufwand verbunden. Die Helfer müssen organisiert werden, die Teichanlage rechtzeitig abgelassen, Fische abgefischt, Besatz eingebracht werden. Damit sind ca. 30 Mann einen Tag beschäftigt. Dieser Aufwand lohnt sich nur wenn man das für alle Gewässer und den gesamten Besatz macht, und nicht dreimal im Jahr damit anfängt. Die restlichen Wochenenden im Herbst bzw. Frühjahr ist man halt auch damit beschäftigt sich um den Besatz der anderen Fischarten zu kümmern. Hinzu kommen noch Bestandserhebungen und Pflege von Material und Zuchanlagen. Klar, man könnte jetzt sagen, man kauft die Forellen bei Züchter, jedoch haben diese bei Weitem nicht die Qualität. Außerdem würde sich an dem grundsätzlichen Problem nichts ändern. Siehe Illerkanal NU, hier wird dreimal im Jahr besetzt, mit dem Resultat, das sich die Leute halt dreimal im Jahr die Füße platt treten. Ist ja aber auch verständlich solange es Spezialisten gibt, die meinen ihren Jahresbedarf an Fisch auf einmal fangen zu müssen, oder meinen sie müssten halb Ulm mit Fisch versorgen. D.h. wenn Otto Normal-Angler noch Fisch aus seinem Wasser haben möchte, muss er sich halt dazustellen.